Schon vor geraumer Zeit haben wir uns den 12. August für die Glocknerwand ausgesucht. Das Bergführerbüro in Kals hatte mehrere Termine zur Auswahl, der 12. August war einer davon. Schon am Sonntag reise ich nach Klagenfurt, wo mich Gernot und Renate abholen. Den Montag will Gernot für die Akklimatisation nützen. Wir fahren nach Kals und stellen uns im Bergführerbüro vor. Das Wetter sieht super aus, den Bergführer, Toni Ponholzer, werden wir am Dienstag auf der Stüdlhütte treffen.
„Glocknerwand – Hoffmannspitze – Pöschlturm“ weiterlesenSchalfkogel (3.537m)
Die Tour von der Langtalereckhütte auf den Schalfkogel und weiter zum Ramolhaus war wohl meine intensivste Tour seit langem. Früher – ach früher – war das nach Aussage der Hüttenwirte und Bergführer eine feine Tour. Die Klimaveränderung hat sie wild gemacht. Aber der Reihe nach!
Gernot und ich steigen am Sonntag von Obergurgl zur Langtalereckhütte auf. Ein Bergrutsch von beträchtlichem Ausmaß hat die Straße verlegt. Zum Teil ist sie nun wieder frei. Man könnte auch wieder mit dem MTB fahren, aber sie ist behördlich gesperrt. Nach dem Abendessen fragen wir den Hüttenwirt zu unserer Tour. Nein, das ist nichts, er rät ab. Schön ist das nicht, wir sollen etwas anderes machen. Wir lassen nicht nach. Wie ist das, wenn wir stattdessen vom Ramolhaus aus auf den Schalfkogel gehen? Der gleiche Blödsinn! Und der Große Ramolkogel? Auch sinnlos. Mann oh! Jetzt sind wir schon hier. Am Telefon war auch kein klares Nein zu hören. Als ich dann nochmal frage, gibt der Hüttenwirt auf. Natürlich kann man gehen, aber kein vernünftiger Mensch würde gehen. Die Route, die er dann empfiehlt, kann im Nachhinein keiner recht nachvollziehen. Seine unwirsche Art macht es auch nicht leicht. Egal, wir haben Infos. Wir wissen, wie wir vom Gurgler Ferner auf den Kleinleitenferner und von dort auf den Schalfkogel kommen. Er empfiehlt die weitere Gratwanderung über die Firmisanschneid und den Spiegelkogel. Das ist uns zu viel, wir wollen zu den Ramoler Bänken absteigen. Geht alles, aber nicht so, wie wir uns das vorstellen. Ich bin eher nachdenklich, Gernot eher zuversichtlich.
„Schalfkogel (3.537m)“ weiterlesenMenorca
Für den Sommerurlaub haben wir uns Menorca ausgesucht. Carina will ans Meer, und damit sie nicht alleine ist, kommt in der ersten Woche Amelie und in der zweiten Woche Mia mit. Als Hotel haben wir uns das Hotel Villa Le Blanc in Sant Tomas ausgesucht. Nach der ersten Nacht gönnen wir uns ein Upgrade auf die Ocean Suite, und alles wird gut. Das Hotel bietet wirklich alles, was das Herz begehrt. Das Meer ist glasklar, Renate ist am besten Weg mit offenem Wasser Freundschaft zu schließen.
„Menorca“ weiterlesenKarlhochkogel über Wallmerin und Käfereck
Donnerstagabend geht es zum Bodenbauer. Wir wollen am nächsten Tag früh los, weil uns aller Wahrscheinlichkeit nach eine Hitzeschlacht erwartet. Die Wirtin kennt Wallmerin und Käfereck nicht so recht. „Das sagt ma nix. Da geht kaum aner hin!“. Recht hat sie, einen einzigen Wanderer werden wir auf der langen Tour treffen.
„Karlhochkogel über Wallmerin und Käfereck“ weiterlesenWildes Gamseck – Bärenlochsteig
Nix hat er mit! Anders als geplant wollen wir ein bisserl Berge trainieren. Gernot ist aus Kärnten da und hat im Kopf den Wetterbericht von vorgestern. Gerademal Laufausrüstung hat er zu bieten. Da fällt der Domeniggweg dann aus. Wir starten stattdessen in Hinternasswald.
„Wildes Gamseck – Bärenlochsteig“ weiterlesenZürich
Lydia hat bei Ahead Health zu arbeiten begonnen. Ich will die Chancen nutzen, um mich persönlich vom Angebot der Firma in Kenntnis zu setzen. Am Montag soll ich in die Röhre, davor gibt es Wochenendprogramm beim Tochterherz. Wir treffen uns Freitag und lassen die Woche am Abend bei Frisk Fisk ausklingen. Ein Norweger serviert in Zürich und trotzdem schrecken mich die Preise nicht sehr. Dank sei der Inflation in Österreich, denn durch sie wird es in Österreich im Vergleich zur Schweiz teurer und der Preisschock damit geringer. Wilde Welt!
„Zürich“ weiterlesenSchneeloch – Hochtor – Josefinensteig
Mit Renate fahre ich nach Johnsbach zum Kölblwirt. Wir wollen hier übernachten und dann am nächsten Tag in der Früh über das Schneeloch aufs Hochtor und von dort über den Josefinensteig zur Hesshütte und wieder zurück nach Johnsbach.
Das Abendessen ist schon mal ein Genuss und auch das Zimmer ist fein. Der Gastwirt, mutmaßlich der Senior, der von der nächsten Generation gerade abgelöst wird, ist sympathisch und zuvorkommend. Er erkundigt sich zu den Bedingungen wie von Renate erbeten. Die neue, junge Hüttenwirtin der Hesshütte meint, dass geübte Bergsteiger mit dem Schnee, der noch liegt, fertig werden sollten. Na fein, ich bin in den leichten Trail-Bergschuhen und ohne Grödel unterwegs. Nicht einmal eine lange Berghose habe ich mit, abgesehen von der Regenhose. Der Wetterbericht sagt einen bedeckten, aber trockenen Vormittag und einen sonnigen Nachmittag ohne Gewitter voraus. Meteoblue, mein Lieblingswetterdienst, schätzt die Vorhersagekraft mit sehr hoch ein.
„Schneeloch – Hochtor – Josefinensteig“ weiterlesenStadelwandgrat
Der Stadelwandgrat war bislang der Höhepunkt der Saison. Dieses Mal starten wir damit. Der Zustieg inklusive Gassel fällt leichter als erwartet. Das mag daran liegen, dass wir schon wissen, was kommt. Gernot meint, ich soll notieren, dass der Weg bei 900m verlassen werden soll. Nun aber aufpassen, dass man nicht dem breiteren Steig zur Wand folgt, sondern eher eben in den Wald quert. Wer diesem Tipp folgt, kann in etwa 25 Höhenmeter sparen. Okay, aufgeschrieben ist es.
Gegen den fetten roten Pfeil und schon sind wir bei unserem ersten Turm. Ui, haben wir schon lange nichts am Fels getan. Sogar der erste HMS-Knoten will mir nicht gelingen. Wie ruft man sich diesen in Erinnerung, wenn er sonst doch immer automatisiert und ohne nachzudenken von der Hand geht? Einfach machen, nicht überlegen und geht schon. Die Saison kann beginnen.
„Stadelwandgrat“ weiterlesenNovembergrat und Fadensteig
Wir starten beim Sessellift in Losenheim in der Zuversicht, dass wir weder Grödel brauchen noch Schneekontakt haben werden. Selbst gehe ich gar in kurzen Hosen. Der Zustieg von Losenheim zum Novembergrat ist zwar lange, aber unseres Erachtens angenehmer als von Schneebergdörfl aus. Die Sonne lacht, heiß ist es nicht, Mio geht vor. Einer kennt sich aus.
Dort, wo der Novembergrat beginnt, endet für uns der Grafensteig. Wir rasten plaudern, haben eine gute Zeit – wie man so schön sagt. Mir geht es heute konditionell gut. Garmin ist zufrieden mit mir. Am Abend wird Garmin resümieren, dass ich heute eine Erholungstour hatte. Ich vermute, dass es keiner der beiden Garmin-Gründer, Gary Burrell und Min H. Kao, mit den Bergen hatten. Meine Oberschenkel werden am nächsten Tag jedenfalls anderer Meinung sein und Erholung einfordern.
„Novembergrat und Fadensteig“ weiterlesenHaidsteig – Königschusswand
Ein bisserl spät, ein bisserl konfus. So starte ich in Griesleiten aber ohne Helm und in den falschen Schuhe. Ja, so etwas kommt vor. Am Internet ist man derart der „Vollkoffer in Laufschuhen und ohne Helm“. Aber jede Krise bietet auch eine Chance! Mah, sind die Schuhe leicht. Los geht’s!
„Haidsteig – Königschusswand“ weiterlesen